HNO-Praxis Dr. Reinhold Eichler

 

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Erklärungen - Hören - Tinnitus

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Tinnitus

 

Was ist Tinnitus?

Tinnitus ist meist eine Fehlfunktion des Hörsinnessystems. Da das Hörsystem Reizsignale als Geräuscheindrücke verarbeitet, werden Fehlleistungen als Geräuschphänomene gewertet und wahrgenommen. Es werden Signale in die Hörbahnen geschickt, die ihren Ursprung Innerhalb des Hörsystems haben.

Die Signale entbehren eines äußeren Höranlasses und beinhalten somit auch keine reale Information. Die Quelle dieses "entkommenen" Signals kann an verschiedenen Stellen des Hörsystems sein. Jede biologische Struktur ist verletzlich und kann zu Fehlfunktionen kommen.

Eine sehr wahrscheinliche, weil sehr komplizierte Stelle ist die Hörschnecke. Technisch gesehen ist die Hörschnecke der " Analog-digital-Wandler " des Hörsytems.

Analoge Schallwellen treten auf das Trommelfell, welches die Schallwellen in Form analogen mechanischen Stempelbewegungen in das kammerartig getrennte Schlauchsystem der Hörschnecke weitergeben.

Die Druckwelle läuft je nach Tonhöhe verschieden tief in das Schallsystem hinein und löst an der für sie bestimmten Stelle einen Nervenreiz aus. Dieser Reiz wird nun als physiologisches "Ereignis" sozusagen "digital" weitergeleitet.

Während ein durch normale reale Vorgänge ausgelöstes Signal nun über viele Stationen ins Gehirn geleitet wird, dort seine ihm zugedachte "Datei" findet und im Bewusstsein mit einem Sachverhalt assoziiert wird, läuft das virtuelle Fehlfunktionssignal die selben Strecken, findet aber keine "Datei". Es kann also nicht "abgearbeitet" werden. Es irrt als unerledigt, "unbekannt" im Bewusstsein herum. Viele Betroffene "horchen" oft nach ihrem Ohrgeräusch, und werten es damit unbewusst noch weiter auf. Statt, dass das Ohrgeräusch - Signal als Fehlmeldung und unerheblich abgelegt wird, wird es dauernd ob seiner Intensität und Präsens nachgefragt. Es bildet sich eine eigene Datei "ungeklärtes störendes Ohrgeräusch" die immer mehr wächst an Bedeutung zunimmt und sich ins Bewusstsein drängt.

 

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Was kann man gegen Tinnitus unternehmen?

Alles was die Bewertung des Ohrgeräusches mindert, hilft, dass der Betroffene es weniger wahr nimmt. Es handelt sich ja um ein virtuelles Signal, ohne Information, auf das keine vernünftige Reaktion zur Abarbeitung geben kann. Man muss es missachten, sich nicht mehr dagegen auflehnen, sich seinem Schicksal ergeben. Jedes Herumlaufen und fragwürdigen Heilungsversprechen nachjagen, ist ein bloßer Aktionismus, der einzig die Bedeutung des Ohrgeräusches für den Betroffenen enorm aufwertet und es eher immer weiter ins Bewusstsein stemmt.

Ein sehr wichtiger Meilenstein zur Bedeutungsminderung des Ohrgeräusches ist eine solide und glaubhafte Untersuchung inzwischen bekannter Strukturen des Hörgeschehens.

Ziel der Untersuchung soll es sein dem Betroffenen mit der z. Zt. möglichen Sicherheit auszuschließen, dass es ich bei dem Ohrgeräusch um Warnsignale z.B. für einen Hirntumor, einer Hirnblutung, einer Hirnentzündung, usw. handeln könnte.

Das heißt, dass mit einer Abarbeitung der Sorge und damit mit der Minderung der Bedeutung des virtuellen Ohrgeräuschsignals begonnen wurde, an dessen Ende Beweise für eine Argumentation für die Bedeutungslosigkeit dieses Geräuschphänomens stehen sollen.

Je weniger Bedeutung dieses virtuelle Geräuschereignis hat, desto weniger Zuwendung wir ihm gewährt, desto weniger wird das Fehlsignal in das  Bewusstsein geleitet.

Man kann ein schrittweises "Vergessen" einleiten. Auch wenn es in neuester Zeit unterstützende technische Maßnahmen gibt, funktioniert nichts, bevor man diese Stufe als Voraussetzung nicht selbst erringen kann.

 

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Welche Untersuchungsmöglichkeiten gibt es?

Neben den normalen HNO-Ärztlichen Untersuchungen, die die grundsätzlichen Strukturen, welche für die Funktion erforderlich sind, sind es drei Untersuchungen, von zum Teil höchstem technischen Aufwand und EDV-Einsatz. Es handelt sich einmal um die funktionelle Prüfung der Hörbahnen (objetktive Hirnstammaudiometrie: BERA) und zum Anderen um eine bildgebende Darstellung der anatomischen Strukturen des Gehörs und seiner Hirnstrukturen (Kernspintomographie: MRT).

 

Kapitel Tinnitus

 

 

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