HNO-Praxis Dr. Reinhold Eichler

 

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Erklärungen - Hören - Hörprüfung Baby

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Hörprüfung bei Säuglingen mit Hilfe der
Oto- Akustischen- Emissionen (OAE)

  • Schlüsselwörter

    *Überprüfung der Hörfunktion bei Neugeborenen und Kleinkindern

    *Keine Belastung der Kinder

    *Beliebige Wiederholbarkeit

    Zusammenfassung

    Es ist heute möglich bei Kindern und selbst bei Neugeborenen die Funktion des Gehörs zu überprüfen. Die Untersuchung ist nicht belastend und dauert für jedes Ohr nur wenige Minuten.
     

Wichtig ist zu verstehen, dass mit dem Nachweis der „Oto-Akustischen-Emissionen“ eine gesunde Funktionsfähigkeit bestätigt werden  kann.

Das Ausbleiben der Emissionen ist kein Beweis für eine Fehlfunktion des Gehöres !

Anders herum formuliert, man kann nur das funktionierende System bestätigen, nicht aber ein krankes System bewiesen werden.
Sollten krankhafte Befunde befürchtet werden, müssen weitere Schritte veranlasst werden.

 

 

Kann mein Kind hören?

Diese manchmal bange Frage stellen sich viele Mütter und Väter im Laufe der Entwicklungszeit ihres Kindes.

 

Warum ist gutes Hören schon bei Kindern wichtig

Das Hörsystem ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die soziale und intellektuelle Entwicklung.

Gerade in der frühen kindlichen Entwicklungsphase ist das Gehör der Zugang zur "Programmierung" des, sich mit großer Intensität ausbildenden, "Zentralcomputers" Gehirn. Es müssen Informationen aufgenommen werden, aus denen sich ein Wissen zusammenfügt, welches später ein angemessenes Verhalten auf gelernte Situationen garantiert.

Dieser Vorgang findet seinen ersten Höhepunkt beim beginnenden Spracherwerb. Die Anforderung ist sehr hoch und steigert sich rasch mit zunehmender Verfeinerung von Trennschärfe und Genauigkeit des Gehörten.

Die viel hundertfach gehörte Wiederholung des exakt Gleichen prägt sich als bestätigte und gesicherte Programmierung als "Erfahrung" ins zentrale "Software Programm" des Gehirns ein und wird zum Wissen.

Hat das Kind keine Höreindrücke, kann es keine Erfahrungen sammeln und es zu Wissen formen.

 

Kapitel OAE

 

Wie prüft man das Hörvermögen?

Die klassische Prüfung des Hörvermögens ist das aktive Bestätigen eines technisch angebotenen reinen Tones, dessen Lautstärke vom Unhörbaren langsam gesteigert wird und beim Erreichen der individuellen Hörschwelle von der Testperson bemerkt und gemeldet wird.

Dieser Vorgang benötigt allerdings eine große Aufmerksamkeit und Reaktionsbereitschaft sowie die Fähigkeit die geforderte Aufgabe zu verstehen und korrekt auszuführen.

Damit scheidet die Untersuchungsmöglichkeit für die Prüfung selbst größerer Kinder aus.

Eine Untersuchung des Hörvermögens ohne Mitarbeit des Probanten, möglichst objektiv und unabhängig vom Alter, nicht schmerzhaft und ohne Belastung irgendeiner Art, war lange der unerfüllbare Traum aller Audilogen.

Durch die rasante Entwicklung der Computertechnologie ist man heute zunehmender Weise in der Lage solche Träume zu verwirklichen.

Grundlage sind zum Teil schon länger bekannte theoretische Forschungserkenntnisse die sich erst jetzt durch EDV-Verarbeitung praktisch nutzen lassen.

 

Kapitel OAE

 

Hörprüfung selbst bei Neugeborenen.

Die Erkenntnis, dass das Innenohr zur Verarbeitung der über das Trommelfell aufgenommenen Schallwellen als Zeichen mechanischer Verarbeitungsaktivität auch Schallwellen über das gleiche Trommelfell abgibt, ist Grundlage für die objektive Untersuchung der Innenohrfunktion. Kann diese Schallwellenaussendung nachgewiesen werden, so kann man mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das Kind hört. Inzwischen weiß man sogar, dass man mit einer Hörschwelle von nicht schlechter als 20 dB rechnen kann.

Das ist sehr viel, da sich beim Kleinkind die Hörschwelle durch Reifungsprozesse erst langsam von 15-20 dB in Richtung 0 dB verbessert. Weiterhin weiß man, das die überwiegende Mehrheit der Kinder dieses Phänomen der Schallwellenaussendung zeigen. Man kann also mit dieser Untersuchung die Mehrzahl der Kinder beurteilen.

 

Kapitel OAE

 

Was, wenn keine Emissionen gefunden werden?

Findet man eine Kind, bei dem keine Schallwellen Emissionen gemessen werden konnte, muss untersucht werden, ob es dennoch altersgemäß hören kann, aber aus einem unbekannten Grund nur keine OAE`S aussendet. Dies kann durchaus vorkommen. Es gibt auch bekannte Gründe die eine Emissionen-Aussendung verhindern können. Diese Gründe kann man allerdings zum großen Teil durch eine normale HNO-Ärztliche Untersuchung abklären.

Trifft dies alles nicht zu muss durch weitere Untersuchungen entschieden werden ob tatsächlich eine Höreinschränkung zu befürchten ist.

 

Kapitel OAE

 

Was bedeutet es "technisch" für das Kind gemessen zu werden?

Für die Messung muss ein kleiner "Stöpsel " gut abschließend in den äußeren Anteil des Gehörgangs gedrückt werden. Dieser Stöpsel (die Sonde) beinhaltet ein Schallmikrophon und ein kleines Messmikrophon. Um die Schallemissionen, die man messen will deutlicher zu machen, gibt man zuvor kleine definierte Schallsignale ins Ohr.

Da die Signale, die man messen möchte sehr! leise sind, muss das Kind so ruhig und leise wie möglich sein, da es sonst selbst der Computer nicht schafft den gesuchten Ton aus den Umgebungs-Störgeräuschen "raus zu rechnen". Am besten ist ein sattes und zufriedenes Kind, welches am Einschlafen ist oder schon eingeschlafen ist. Die Ohr-Gehörgangssonde muss gut positioniert sein, dazu zieht man sich beim Einstecken der Sonde das Ohr etwas nach oben gerade.

Dann sendet das Gerät seine Töne und der Computer errechnet durch viele tausendfache Kurvenmittlungsberechnungen die Intensität der von uns erwarteten Schallemission. Der ganze Vorgang benötigt bei einem ruhigen Kind nur wenige Minuten pro Ohr.

Gemessen wird jedes Ohr für sich als eigene Funktionseinheit. Im Idealfall pro Kind eine Messung rechtes Ohr und eine Messung linkes Ohr.

Entstehen Unklarheiten oder ist das Kind zu unruhig, kann die Messung ohne Schaden beliebig wiederholt werden.

 

Kapitel OAE

 

Was geschieht, wenn der Verdacht auf eine Hörstörung geäußert wird

Man wird zunächst die Messung wiederholen und überprüfen. Dann wird man das Kind genau beobachten ob sein Verhalten eventuell auffällig sein könnte.

Als weitere objektive Messmethode des Hörvermögens wird man dann die weitaus aufwendigere, aber auch harmlose Messung, der durch angebotene Töne ausgelösten Hirnstammpotentiale durchführen. Damit ist es möglich eine annähernde Aussage über die Hörschwelle des jeweiligen Ohres zu machen.

Der Vorgang ist ungefähr vergleichbar mit der Ableitung eines EEG, nur dass noch Schallsignale mit Angeboten werden, welche die gemessenen Kurven in bestimmter Form beeinflussen.

 

Kapitel OAE

 

Wer kann mir alles weiterhelfen?

Die Ergebnisse und die Verdachtsmomente werden dann dem Kinderarzt mit zur Verfügung gestellt. Es wird dann entschieden, ob Zentren mit besonderem Schwerpunkt in Bezug auf Diagnostik und Therapie kindlicher Hörprobleme  ( Klinik mit pädaudiologischer Fachabteilung ) konsultiert werden sollen.

 

Kapitel OAE

 

Was kosten die Untersuchungen?

Privat- Patienten


Die Untersuchung des Kindes, die spezielle Messung und die sich daraus unmittelbar ergebenden Maßnahmen ( Briefe, Telefonate, Beratung ) werden nach der Gebührenordnung für Ärzte ( GOÄ )

berechnet und privat liquidiert. Dieses geschieht unabhängig vom Versicherungsstatus des Patienten und seines speziellen Vertrages mit seiner Privatkrankenkasse und deren Erstattungsfaktor.

Kassen- Patienten


Nicht Privat Versicherte können zu denselben Berechnungssätzen diese Möglichkeit ebenso wahrnehmen. Diese Untersuchungen sind jedoch nicht im definierten Leistungsumfang der Regelverordnung.

Im Zuge der Rationalisierungsbestrebungen der gesetzlichen Krankenversicherungen ist damit zu rechnen, dass von den Kosten nichts oder nur ein Teil ersetzt wird.

Es bietet allerdings die Möglichkeit am hohen Standard der modernen vorsorgenden Medizin teilzunehmen.

Unter gewissen Voraussetzungen wird die Untersuchung allerdings auch von der GKV übernommen.

 

Kapitel OAE

 

 

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